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CHIEELEMIEORECCHIE

 

 

Chi e’? Le mie ore.
Chi e’ le mie ore chielemieore.
Cchie’ le mieorecchie.
Ho raccolto i suoni delle ore della mia giornata.
Ho raccolto i suoni delle hore della mia giornata.
Ho raccolto le preghiere della mia giornata.
Sono stato le preghiere della mia giornata.
Ne ho fatto materia con la quale ho plasmato una sfera che ruota perpetuamente
e ingloba le infinite sfere che la sovrastano.
Il mio Essere e’ preghiera.
La mia preghiera ingloba l’universo.
La mia preghiera e’ inglobata dall’universo.
Io sono l’universo.

 

 

 

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CHIEELEMIEORECCHIE
Fabio Frau e Ruth Georgi 2014
360 orecchie di terracotta e cristallo di rocca (44 x 72 x 19 mm)

 

 

An diesem Abend vor unserer Reise. Du spielst Gitarre im Zimmer nebenan, singst dabei. Ich sitze vor dem Kamin, schreibe, um mich das Knistern von Holz im Feuer. Die Stadt ist leise diese Tage, als ob ihr nichts fehlte. Für uns kaum vorstellbar, wie sie morgen wieder erwachen wird, angefüllt vom Sehnen und Suchen der Welt.

An diesem Abend erfüllt eine tiefe Sehnsucht den Raum: Ich möchte an einem Ort leben, wo ich sagen kann, hier bin ich. Ein Ort, der mich zur Ruhe kommen lässt, der mich berührt mit allen Sinnen. Ein Ort, der keine Zeit kennt, keinen Sinn; der der Welt in und außer mir den Raum gibt, ihr zu lauschen.
Wie es wohl wäre in einer Kultur der Stille zu leben, in der jeder er selbst sein kann, leibhaftig, lebendig. Lebendig wie das Licht, das fließt und neugierig einfällt, das aus der Tiefe entspringt und sich ereignet im Augenblick; das brennt und versöhnt, die Tage und Nächte erhellt, in der Begegnung wärmt und nährt in der Vereinigung. Licht, das die Landschaften und Städte durchflutet, das in den Fugen der Felsen, in den Blättern der Bäume tanzt und sich im nassen Grund widerspiegelt; das sich wandelt in den Jahreszeiten, sich im Schatten verliert, hier verweilt, dorthin aufbricht und sich erneut verdichtet. Licht, das ruht auf der Welt und flieht mit dem Wind, sodass es keine Worte mehr fassen. Licht, das in der Umarmung berührt, den Atem bewegt und sich im Anblick des Anderen weitet.